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 Durchatmen in der Natur

Das neuartige Corona Virus COVID-19 stellt das öffentliche Leben in Deutschland und auf der ganzen Welt vor enorme Herausforderungen. Durch die Zahl an stetig  steigenden Neuinfektionen werden nicht nur Krankenhäuser an ihre Leistungsgrenzen gebracht, sondern auch das gesellschaftliche Zusammenleben steht nahezu still.  Die Menschen suchen nun vermehrt den Weg in die Natur und beim Waldspaziergang trifft man deutlich mehr Wanderer und Spaziergänger. Spaziergänge an der  frischen Luft sind in Zeiten der Corona Krise, solange man sie zu zweit oder mit der Familie unternimmt, nicht nur erlaubt, sondern werden zur Stärkung des  Immunsystems empfohlen. Die Natur und explizit unsere heimischen Wälder scheinen bei der allgegenwärtigen Corona-Diskussion ein Zufluchtsort zu sein, der uns ein  Durchatmen ermöglicht und die Sorgen zumindest kurzzeitig vergessen lässt.

Nationale Naturlandschaften, wie beispielsweise Naturparke, Nationalparke oder Biosphärenreservate bieten einzigartige und vielfältige Landschaften. Mit dem rund 470  Quadratkilometer großen Naturpark Rhein-Westerwald haben wir das Privileg, in oder in unmittelbarer Nähe zu einer Nationalen Naturlandschaft zu leben.  Bereits 1962  wurde dieser als einer der ersten Naturparke in Deutschland gegründet. Durch die fast 60 Jahre andauernde Naturparkarbeit konnte eine einmalige Kulturlandschaft e  erhalten werden. Mit über 800 km Wanderwegen und über 300 km Radwegen steht der Bevölkerung und seinen Gästen ein gut ausgebautes Wegenetz für eine  abwechslungsreiche Erholung zu Verfügung.

Zahlreiche Wanderwege durch die sanft-welligen Mittelgebirgslandschaften des Westerwaldes, des malerischen Wiedtals oder entlang des Rheins mit herrlichen  Weitblicken, bieten für Jedermann ein tolles Naturerlebnis. Auch auf dem Fahrrad lassen sich die ersten Sonnenstrahlen genießen. Durch die Weitläufigkeit des  Naturparks können sich Wanderer, Spaziergänger und Radfahrer gut aus dem Weg gehen. Abgeraten wird derzeit von der Begehung der Premiumwanderwege. Ein in  weiten Teilen gut ausgebautes Wanderwegenetz ergänzt das Premium-Wanderangebot und lässt viel Freiraum für individuelle Wanderrouten vor der eigenen Haustür. Nutzen sie die regionalen und örtlichen Wanderwege und meiden sie stark frequentierte Wege. Auch beim Spaziergang ist darauf zu achten, die derzeit erforderliche Abstandsregelung zu anderen Wald- und Naturbesuchern einzuhalten.

Bei einem bewussten Aufenthalt in der Natur kann man also perfekt abschalten und zeitgleich beobachten, wie die Natur aus dem Winterschlaf erwacht. Pünktlich zum kalendarischen Frühlingsanfang regt sich unter den noch unbelaubten Bäumen und Sträuchern neues Leben uns bringt die Farbe zurück in die Natur. Ein weißer Teppich aus Buschwindröschen, Schneeglöckchen, Märzenbecher oder Waldveilchen können jetzt entlang des Wegrandes entdeckt werden.  Auch in der Tierwelt ist jetzt einiges los: im März kommen die ersten Jungtiere zur Welt, wie beispielsweise der Wildschwein Nachwuchs. Aber auch bei den Amphibien beginnt jetzt die aktivste Zeit. Wenn die Nächte frostfrei bleiben, beginnt die eindrucksvolle Krötenwanderung, bei der sich vor allem die Erdkröten zu Tausenden auf den Weg zu ihren Laichgewässern machen.

Eine kostenlose Übersichtskarte der Rad- und Wanderwege im Naturpark Rhein Westerwald können sie bei der Geschäftsstelle per Email unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 02631-9566036 anfordern.

Aus gegebenem Anlass weisen wir hier zudem auf  Konflikte zwischen Radfahrern und anderen Nutzern des Waldes hin.